Die große Geld-Umverteilung Teil 2.1: Manipulation am Aktienmarkt

Sie rollt weiter, die Lawine der Geld-Umverteilung.
Und sie ist weitreichender, als sie auf den ersten Blick erscheint…
Wie Teil 1 (http://td-goldinvest.de/die-grosse-geld-umverteilung-teil-1-banken-und-staat-die-massnahmen-werden-drastischer/ ) aufzeigt, wurde durch massive Gesetzes-Änderungen (und Einschränkungen ) bereits die Grundlage und die Logistik dafür geschaffen („legalisiert“), dass der Staat und Banken sich „unser“ Geld einverleiben können.
Diese fundamentalen Eingriffe in unsere Privatsphäre sind gleichzeitig die Vorbereitung für den Griff in unsere Geldbörse. Dabei blieben diese „Maas“nahmen von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet und wurden von den Massenmedien ignoriert. Doch sind Wegfall des Bankgeheimnisses, AGB-Änderungen der Banken, Aussetzen der Einlagen-Sicherung nicht erwähnenswert?

Wenn Bankkonten kein Ort sind, um „unsere“ Geldwerte sicher zu verwahren, wie sieht es dann mit Alternativen aus?
In diesem Teil nehmen wir den Bereich Aktien und Aktienfonds genauer unter die Lupe: Viele Leute sehen eine Investition in Weltunternehmen als eine solide Geldanlage in Sachwerten, wie es auch die Banker immer wieder gerne versichern – und eine schöne Gewinnchance habe man noch obendrauf…
Die letzten Jahre gaben diesem Glauben Recht. Auch Otto Normalsparer, der seine vermögenswirksamen Leistungen oder gar seine Altersvorsorge im Aktienfondsbereich aufgebaut hatte, konnte sich bisher meist an den guten Kursgewinnen erfreuen.

Doch auch im Aktien(fonds)bereich geht es nicht immer nur nach oben.
Das beweisen die immensen Abstürze der Aktienindizes in den letzten Wochen, die die unter anderem durch „…die höchsten jemals gemessenen Abflüsse aus Aktienfonds…“ verursacht wurden, wie die Deutsche WirtschaftsNachrichten am 10. Februar 2018 schrieb (https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/02/09/aktien-fonds-verzeichnen-hoechste-jemals-gemessene-abfluesse ).

Im Januar 2018 gab es noch sehr hohe Kurssteigerungen dadurch, dass an den internationalen Börsen für riesige Geldmengen (rund 33,2 Milliarden US-Dollar) Aktien gekauft wurden. Anfang Februar wurden plötzlich innerhalb von 10 Tagen für über 64 Milliarden US-Dollar Aktien und Aktienfonds verkauft.
Es fand also in kürzester Zeit eine massive Gegenbewegung statt! Große Kurseinbrüche bei fast allen Aktien-Börsen weltweit waren die Folge, so auch in Deutschland.

Um Panikreaktionen der vielen „kleinen Anleger“ zu vermeiden und um ein Hinterfragen dieser Vorgänge in eine gewünschte Richtung zu lenken, können wir ein sich wiederholendes Phänomen beobachten:
Es werden sofort sogenannte „Experten“ zitiert, die uns (scheinbar) logische Interpretationen für außergewöhnliche Ereignisse liefern sollen.
So auch in diesem Fall: Die Financial Times zitiert einen Analysten des „renommierten“ Geldinstitutes Goldman-Sachs nach den Kursstürzen: Die Handelsströme zeigen an, dass die Märkte nun empfänglicher für fundamentale und technische Faktoren sind. Am riskantesten ist derzeit jedoch die generelle Unsicherheit, welche die Schwankungen noch einige Zeit erhalten könnte und schwieriges Fahrwasser bedeutet“… (https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/02/09/aktien-fonds-verzeichnen-hoechste-jemals-gemessene-abfluesse ).

Doch diese leeren Worthülsen ergeben keinen Sinn!

Denn:

  1. Es wird so getan, als würden die Märkte emotional reagieren („…die Märkte seien empfänglicher…“). Dies trifft sicherlich auf die meisten Kleinanleger zu – doch die Märkte werden von anderen Kräften bestimmt.
    Früher wurden Aktien an der Börse durch Aktienhändler, Menschen aus Fleisch und Blut, gekauft und verkauft. Mittlerweile werden Aktien fast ausschließlich durch automatisierte Computer-Programme gehandelt. Transaktionen, die früher Tage dauern konnten, werden nun in Bruchteilen einer Sekunde ausgeführt. Dieser Frequenzhandel beschleunigte und vervielfachte den Umsatz an den Börsen extrem. Riesige Kursrutsche können jetzt innerhalb von Minuten ausgelöst werden, da kein Mensch mehr gegensteuern kann, wenn die Maschinen ihre Käufe und Verkäufe selbständig tätigen.
  2. Die Schwankungen seien angeblich das Ergebnis „…fundamentale(r) und technische(r) ..“. Das ist Quatsch. Eine fundamentale Betrachtungsweise der Unternehmen, selbst der scheinbar sicheren DAX-Werte, ist schon lange hinfällig. Fundamentale Faktoren, wie die Wirtschaftlichkeit eines Aktienunternehmens, würden sich in dessen Kursverlauf widerspiegeln. Der starke Anstieg der Aktienkurse seit 2009 würde daher bedeuten, dass diese Firmen nun weit mehr Innovations- und Produktionskraft besitzen als noch vor rund neun Jahren.
    Der Grund aber, dass viele Aktienunternehmen scheinbar gut dastehen, ist ein ganz anderer: Die Geschäftsbanken haben durch die Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) den Unternehmen Kredite zu fast null Prozent Zinsen vergeben. Diese Firmen nahmen dieses nahezu kostenlose Geld, um ihre finanziellen Löcher zu stopfen und laufende Kosten zu begleichen. Innovationen oder weitere Entwicklungen und somit die Grundlage für zusätzliche Gewinnmöglichkeiten wurden mit diesen Krediten nicht geschaffen. Ohne diese Null-Zins-Kredite der Banken wären viele Firmen längst pleite (siehe FocusMoney 10/2018, S.31f.). Welche Auswirkungen hätte eine Umsetzung der immer wieder erwähnten Zinsanhebungen durch die EZB? Die Kreditzinsen würden steigen und die Unternehmen kämen dadurch in große Zahlungsschwierigkeiten, was zum einen die Aktienkurse in den Keller absacken ließe und zum anderen zu einer großen Firmen-Pleitewelle in Deutschland führen würde.
  3. Die Geschäftsbanken kauften mit dem verbliebenen Teil des von der EZB zur Verfügung gestellten kostenlosen Geldes Aktien im großen Stil, um zusätzlich noch an den Börsen Gewinne zu machen. Diese starke Nachfrage nach Aktien trieb kontinuierlich die Kurse in die Höhe und hat nichts mit irgendwelchen „fundamentale(n) Faktoren“ zu tun.

Was waren dann die Ursachen für die Kurseinbrüche Anfang Februar, wenn die fundamentalen Faktoren dafür offensichtlich nicht verantwortlich waren?

Dazu mehr im nächsten Teil.

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