Bargeld weg – Kontrolle pur! Teil 3

In den vorigen Blogbeiträgen konnten Sie das aus unserer Sicht wahrscheinlichste Szenario bereits erkennen[1]: Die Banken werden alles tun, um sich und ihr Geldsystem vor dem Kollaps zu retten. Dazu benötigen sie in erster Linie die Einführung von Negativzinsen. Diese können jedoch nur greifen, wenn es für die Kunden keine Möglichkeit mehr gibt, ihr Geld bar abzuheben.

Bargeld soll also hauptsächlich deshalb abgeschafft werden, um mit Ihrem Geld auf dem Konto die Schulden der Banken zu bezahlen.
Auf „konventionellem“ Weg ist der Zusammenbruch des bisherigen Finanzsystems nicht mehr zu verhindern, da die Banken zu hoch verschuldet sind. Aus dem Grund hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen damaligen Chefökonomen Kenneth Rogoff beauftragt, eine Studie zur Entschuldung der europäischen Banken zu erstellen. Rogoffs Schluss war, dass eine einmalige Abgabe in Höhe von zehn Prozent auf sämtliche Spar- und Konteneinlagen bei den Banken im gesamten Euro-Raum bei Weitem NICHT ausreicht, um ein Ende des bisherigen Bankensystems zu verhindern. Seiner Meinung nach müssten es sogar mindestens 30 Prozent sein, um die Schulden der Banken tilgen zu können. [2]
In späteren Berichten empfahl Rogoff seine finale Strategie, die Einlagen konstant mit sechs Prozent Negativzins jährlich zu belegen.[3] Diese Strategien greifen am effizientesten bei einem kompletten Bargeldverbot. Deshalb sehen wir diese propagierten 4.999,99 Euro nur als Zwischenschritt bis zur totalen Abschaffung des Bargelds.
Bei einem Negativzins von sechs Prozent pro Jahr, würden Ihnen bei einem Kontostand von 10.000 Euro bereits im ersten Jahr 600 Euro abgezogen werden. Um diesem hohen Verlust zu entgehen, würden die meisten Menschen ihr Geld bar abheben – was bei einem kompletten Bargeldverbot jedoch unmöglich wäre. Oder sie würden beginnen, sich unnötigen Blödsinn zu kaufen, um diese hohen Kosten zu vermeiden und ihr Geld vor dem endgültigen Totalverlust „zu retten“.
In der Schweiz konnte man ja bereits in der Vergangenheit sehen, dass die Einführung von Negativzinsen nur in Kombination mit einem Bargeldverbot Sinn macht, da die Anleger (wie in unserem vorherigen Beispiel unter anderem die Pensionskassen und Großfirmen)[4] ansonsten ins Bargeld flüchten.

 

Was können Sie tun?
Es gibt mehrere Dinge. Zum einen halte ich es für unabdingbar, sich über das Geldsystem zu informieren: dessen Funktionsweise, wie Geld WIRKLICH entsteht – also die Geldschöpfung der Banken „aus dem Nichts“ – und die verheerenden Folgen von Zins und ZinsesZins (eine Möglichkeit dafür bietet Ihnen unser nächster kostenloser Vortrag am 30. März 2017 um 19.00 Uhr in Lappersdorf im Restaurant Bella Bollywood).

Ein weiterer Weg, wie Sie direkt Einfluss nehmen können, ist: Ihre Einkäufe bar zu bezahlen. So bleiben die Geschäfte daran interessiert, Bargeld zu erhalten und unterstützen damit einen freien Bargeldverkehr, um Sie als Kunden nicht zu verlieren.
Sollten nun sämtliche Proteste und Maßnahmen der Befürworter des Bargeldes ins Leere laufen oder das Ende unseres gesetzlichen Zahlungsmittels trotzdem eintreffen, so sind die im Vorteil, die ihr Geld VOR dem Bargeldverbot in Gold- und Silberbarren getauscht haben. Das konnte man sehr gut in Indien im November 2016 beobachten, als über Nacht 84 Prozent des Geldes (nämlich 1000-Rupien- und 500-Rupien-Scheine) für ungültig erklärt wurden und nur Scheine in einem maximalen Gegenwert von 1,37 EUR gültig blieben.[5] Der Gold- und der Silberpreis verdoppelten sich innerhalb von ein paar Wochen, da die Menschen neben ihrer gegenseitigen Hilfe auf Gold und Silber als Zahlungsmittel zurückgriffen.
Die letzten vergleichbaren Krisenfälle bei uns in Deutschland liegen einige Jahrzehnte zurück und sind nur noch wenigen in Erinnerung (Stichwort: Hyperinflation 1923. Lastenausgleich 1948.). Doch wie Sie in den letzten Blogbeiträgen gesehen haben, sind weltweit einige tiefgreifende Änderungen im Gange. Wie es weitergeht weiß keiner genau – aus unserer Sicht stehen wir an einer Weggabelung: Gerade jetzt ist es entscheidend, sich zu wappnen und abzusichern.
Die beste uns bekannte Strategie ist dafür der Kauf von physisch Gold und Silber. Dafür sind ein paar Dinge zu beachten, wie zum Beispiel nicht registriert zu kaufen und – auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt – die passenden Größeneinheiten zu erwerben.

Details dazu geben wir Ihnen in unserem nächsten kostenlosen Vortrag am 30. März 2017 um 19.00 Uhr in Lappersdorf (Restaurant Bella Bollywood/Tagungsraum) oder gerne auch privat unter 0160.90 96 00 96 oder info[at]tdgi.de.

 

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[1] http://td-goldinvest.de/bargeld-weg-kontrolle-pur-teil-2/

[2] http://www.dasinvestment.com/iwf-studie-10-prozent-abgabe-waere-nur-ein-klacks/?ref=mb-11-17

[3] http://www.focus.de/finanzen/banken/kenneth-rogoff-star-oekonom-fordert-sechs-prozent-negativzinsen_id_5954368.html

[4] http://www.focus.de/finanzen/experten/weik_und_friedrich/bargeldabschaffung-und-negativzinsen-die-notenbanken-bereiten-alles-dafuer-vor-dass-wir-fuer-die-krise-zahlen_id_5607349.html

[5] https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/11/30/indien-regierung-will-weitgehende-abschaffung-des-bargelds/

 

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